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© S. Hermann & F. Richter | Pixabay

Achtung: Fake!

Die Digitalisierung bringt Informationsfülle mit sich – aber nicht alle Infos sind vertrauenswürdig.

Der Ausdruck „Fake News“ ist seit einigen Jahren in aller Munde. Gemeint ist das Phänomen, dass heutzutage über Websites und Social Media jede*r leicht Informationen veröffentlichen und teilen kann, ohne dass diese notwendigerweise vertrauenswürdig sind. Doch wie kann man „Fake News“, einseitige persönliche Kommentare oder Gerüchte von zuverlässigen Informationen unterscheiden?

Im Aktionsmonat Mai 2021 #ForschenStattFaken befasste sich das ScienceCenter-Netzwerk unter Beteiligung zahlreicher Netzwerkpartner mit diesem Thema. Auch die FH St. Pölten beteiligte sich am Aktionsmonats und veranstaltete gemeinsam mit dem Digital Makers Hub einen Inspiring Chat, in dem Expert*innen diskutierten, wie die Wissenschaftsvermittlung die Fähigkeit zum eignen, kritischen Beurteilen von Informationen unterstützen kann. Im FH Podcast „Campus Talk“ wurden die Themen „Automatisches Erkennen von Fake News“, „Deepfakes“ und „Was tun gegen Verschwörungstheorien“ behandelt.

Zentrale Konklusion des Aktionsmonats: Dem Phänomen „Fakes im Internet“ lässt sich mit einem investigativen, wissenschaftlichen Ansatz begegnen - Informationen hinterfragen und prüfen, Plausibilität und Quellen checken.

Klingt aufwändig im Alltag? Zum Glück muss das nicht jede*r von uns zu jeder Zeit selbst machen. Vielfach gibt es bereits unterstützende Ressourcen im Internet.

Fact Checks

Seit Anfang 2020 bietet die Austria Presse Agentur (APA) ein eigenes Fact Checking Service an. Auf der Webseite https://apa.at/faktencheck/ueberblick/ findet man kompakte Analysen zu verschiedenen im Internet verbreiteten Thesen, in denen diese auf ihren Wahrheitsgehalt untersucht wurden. Das Fact Checking-Team der APA ist vom International Fact Checking Network (IFCN) zertifiziert. Auch die Webseite https://www.mimikama.at/ zeigt verbreitete Internet-Fakes auf und veröffentlicht Informationen zum Thema Fakes.

Ist gerade kein Fact Check zu einem Thema verfügbar, hilft oft schon ein kurzer, eigener „Sanity Check“:

  • Wer verbreitet die Information? Wie ist der Ruf des Mediums oder der Person? (eventuell mal schnell den Namen im Internet suchen!) - Achtung, auch Ärzt*innen oder Forscher*innen, die auf anderen Fachgebieten arbeiten, sind zum Beispiel nicht automatisch Covid-Expert*innen!

  • In welchem Zusammenhang wurde die Meldung gepostet? Erscheint sie grundsätzlich plausibel? Könnten die Veröffentlicher*innen eigene Interessen für eine einseitige Darstellung haben?

  • Sind transparente Belege und Quellen angegeben? (Bei den Quellen wiederum schnell selbst ein Bild machen - ein peer-reviewter wissenschaftlicher Artikel, ein Text einer anerkannten Tageszeitung oder auf einer Hochschulseiten veröffentlichte Information sind als Quelle beispielsweise deutlich vertrauenswürdiger als die Homepage einer Privatperson oder eines kleinen Vereins.)

 

In dieser für den Schulunterricht gedachten Tabelle finden sich weitere, nützliche Tipps für einen eignen, schnellen Check: Zur Tabelle

Deepfake-Videos

Neben text- oder fotobasierten Falschmeldungen nehmen zunehmend auch so genannte Deepfake-Videos eine Rolle beim Thema (Fehl-)Information im Internet ein. Hierbei handelt es sich im - oftmals teilweise täuschend echt wirkende - Videos in denen mit Hilfe von Computeralgorithmen das Gesicht einer Person auf den Körper einer anderen Person projiziert wird. Als „Lernmaterial“ für den Computer werden lediglich ausreichend Foto- oder Videomaterial der beiden betroffenen Personen benötigt, eine Vorrausetzung die gerade bei Personen, die im Licht der Öffentlichkeit stehen, zumeist gegeben ist.

Doch wie umgehen mit Deepfake-Videos? Hier hilft es schon, sich bewusst zu machen, dass auch Videos in denen z.B. eine Person scheinbar eine bestimmte Handlung tätigt oder eine Aussage macht, nicht zwingend Belege sind, dass diese Handlung oder Aussage tatsächlich so stattgefunden hat. Ansonsten treffen vergleichbare Empfehlungen wie zum Umgang mit Textmeldungen und Fotos zu: Also, stehts nachfragen: „Woher kommt das Video, ist die Quelle plausibel“, bzw. nach Fact Checks dazu Ausschau halten.

Fachhochschule St. Pölten/FH St. Pölten

innovation@fhstp.ac.at

Matthias Corvinus-Straße 15 3100 St. Pölten

Irene Auffret

Wissens- und Technologietransfer Officer, Innovation und Entrepreneuship

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+43676847228378

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